Der Stausee Lipno I befindet sich südwestlich in Südböhmen 726 m über den Meeresspiegel.
Im Jahr 1892 hat Ing. Daniel einen Entwurf über das ganz Stauseesystem in Frymburk und Zelnava gemacht.
Über das Bauvorhaben des Stausees Lipno entschied der Wasserwerkaus- schuss des technischen Ministeriums
mit seinen Beschluss vom 9.04. 1946. Der Vorschlag wurde im Jahr 1951 genehmigt. Die Bauzeit war von
1953 bis 1958.
Vor der Überschwemmung des Staubeckens wurden 535 Objekte bis zur Kote 718 m über den
Meeresspiegel zerstört und die Ruinen auf der Kote 720 m über den Meeresspiegel mit dem Bulldozer planiert.
Es wurden siebentausend Bäume gefällt, fünf Straßenholzbrücken entfernt auch drei Stahlbrücken von denen
eine, eine Eisenbahnbrücke war. Es wurde die Exhuminierung der Gräber am Friedhof Frymburk und Dolni
Vltavice durchgeführt, wo auch die Kirche niedergerissen wurde.

Es wurden neue Friedhöfe errichtet, drei
Fähren, eine neue Brücke in Zelnava und eine Eisenbahnstrecke mit einer neuen Brücke. Im Grenzgebiet in
Jezove wurden die Grenzsteine gesichert. Der Damm im Wasser km 329,540 ist am linken Ufer 1/3 betoniert,
die restlichen 2/3 am rechten Ufer bildet ein geschütteter Erddamm mit einer Dichtung. Seine ganze Länge
ist 296 m und die Höhe 28 m.
Das Wasser wird aus dem Becken durch die Schächte geleitet, das sind im
Prinzip senkrechte Kamine, die 160 m in die Tiefe gehen. Das Wasser wird durch einen 3,5 km langen Tunnel
in den Ausgleichsstausee Lipno II in Vyšší Brod abgeführt. Der Stausee Lipno I ist die größte Wasserfläche
in der tschechischen Republik und ein gesuchtes Erholungsgebiet. Die überschwemmte Fläche bei der max.
Stauung erreicht 4 870 ha. Die Länge des Staudammes ist 48 km, das Volumen, 309 mil. m³, die Länge der Ufer
ist 150 km. Die durchschnittliche Tiefe ist nur 6,5 m, max. Tiefe beim Damm ist 25 m und die größte Breite
ist 5 km.
Der Zweck vom Stausee Lipno ist die Akkumulation der Gewässer, die Besserung der Durchströmung
für die Energie, die Abnahmen für die Industrie, die Sicherung der min. Abflüsse 6m³/s in der Moldau und
Schutz gegen das Hochwasser. Zu den Zielen gehören auch untergeordnet die Erholung (Urlaub) am See, die
Wirtschaft und die Schifffahrt.
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